Infos zu Hanf

Hier haben wir für Sie einige interessante Informationen über Hanf zusammengestellt.

DAS ENDOCANNABINOID-SYSTEM

Das Endocannabinoid-System (endogenes Cannabinoid-System) ist ein Teil des menschlichen Nervensystems. Es besteht hauptsächlich aus den Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2. Diese befinden sich auf Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark aber auch auf Zellen in Herz, Darm, Lunge und anderen Organen. Das Endocannabinoid-System wirkt offensichtlich regulierend auf Nerven- und Immunsystem.

Darüber hinaus besitzt der Mensch auch körpereigene Cannabinoide, die Endocannabinoide genannt werden. Sie haben ähnliche pharmakologische Eigenschaften wie die Phytocannabinoide der Cannabispflanze. Mittlerweile sind ungefähr 200 Endocannbinoide bekannt, deren konkrete Wirkungsweise noch nicht gut erforscht ist. Endocannabinoide zählen zu den natürlichen Botenstoffen, die im Gehirn Nachrichten zwischen den Zellen vermitteln und diese zu Reaktionen veranlassen. Außerdem wirken sie auch hemmend, was zu Schutz von Nervenzellen beitragen kann.

Der Name des Systems stammt ab von den Cannabinoiden, die hauptsächlich in der Cannabispflanze gefunden wurden. Zur besseren Unterscheidung spricht man bei Pflanzen auch von Phytocannabinoiden. Die Erforschung ihrer Wirkungsweise führte letztendlich auch zur Entdeckung des menschlichen Endocannabinoid-System. In zahlreichen Forschungsarbeiten konnte nachgewiesen werden, das Cannabinoide auf das Endocannabinoid-System wirken. Dabei beeinflussen Botenstoffe, sogenannte Neurotransmitter, die Rezeptoren und wirken dabei zum Teil antagonistisch (hemmend). Damit können auch die psychoaktive, angsthemmende, schmerzlindernde oder beruhigende Wirkungen der Cannabispflanze erklärt werden.

Forschungsergebnisse haben gezeigt, das Endocannabinoide eine wichtige Rolle bei Angststörungen spielen. Weitere physiologische Prozesse mit Beteiligung des Endocannabinoidsystems sind Schmerzen, Schlaflosigkeit, Appetitstörungen oder Krebs.

Quelle: https://www.hanf-magazin.com/medizin/cannabismedizin-allgemein/das-endocannabinoid-system/

WAS IST CBD?

CBD (Cannabidiol) ist eines von über 80 bekannten Cannabinoiden, welches aus der weiblichen Hanfpflanze gewonnen wird. CBD ist nicht psychoaktiv und weist besonders positive und gesundheitsfördernde Eigenschaften auf.
Die Cannabinoide aus der Hanfpflanze ähneln den körpereigenen Endocannabinoiden und unterstützen dadurch Prozesse in höheren Organen, die wiederum der Gesundheit dienen.

CBD CANNABIDIOL

Der medizinische Einsatz der Hanfpflanze wurde bereits vor 5000 Jahren praktiziert. Mittlerweile konnten 489 wesentliche Bestandteile in der Hanfpflanze bestimmt werden. Neben Terpenen, Flavonoiden und anderen Pflanzenstoffen, erfreuen sich die Phytocannabinoide eines besonders hohen Interesses. Es konnten bislang 119 Phytocannabinoide in der Hanfpflanze nachgewiesen werden. Davon am besten bekannt sind die Tetrahydrocannabinole (THCs), Cannabidiole (CBDs), Cannabinole (CBNs) sowie Cannabigerole (CBGs). Der psychoaktive bzw. berauschende Bestandteil von Cannabis ist das Tetrahydrocannabiol, dieser bindet zur Aktivitätsentfaltung an den CB1 oder CB2-Rezeptor (Endocannabinoidsytem). Der nicht-psychoaktive Inhaltsstoff Cannabidiol bindet an verschiedene Rezeptorsysteme. CBD gilt daher als effektive, gut verträgliche und vor allem sichere Komponente der Hanfpflanze und ist für die Selbstmedikation besonders interessant, da es antientzündliche, antiepileptische und antischizophrene Eigenschaften, ohne dämpfende Nebenwirkungen, entfalten kann. Der Einsatz von Cannabidiol erfreut sich im komplementären Bereich aufgrund der positiven Erfahrungsberichte einer zunehmenden Beliebtheit.

CBD-reicher Nutzhanf darf aufgrund des niedrigen THC-Gehaltes legal angebaut werden, das Cannabidiol kommt dabei in höherer Konzentration im oberen Drittel der Pflanze sowie in den Blüten vor. Nach der Ernte werden die Pflanzenteile extrahiert oder auch für Auszüge in Öl eingelegt. Besonders hochwertig sind die CBD Extrakte aus Co2 Extraktion. Durch das hitzefreie Extraktionsverfahren bleiben das kompletten Pflanzenstoffspektrum sowie alle Phytocannabinoide, ausgenommen THC, enthalten.

AUSWAHL DER BEDEUTENDSTEN, BISLANG ERFORSCHTEN WIRKUNGSMECHANISMEN VON CBD

CBD stimuliert wie Capsaicin den Vanilloid-Rezeptor Typ1. Diese Stimulierung könnte zu einer schmerzhemmenden Wirkung beitragen. (Bisogno et al. 2001)

CBD bindet an den Nucleosid-Transporter-1 und verstärkt den Adenosin-Signalweg, wodurch es die vermehrte Neurotransmitter-Ausschüttung (Noradrenalin, Adrenalin) harmonisiert. Im Tierversuch wurde weiters durch CBD der Entzündungsparameter TNF-alpha reduziert (Malfait et al. 2000)

CBD bindet an den GPR55-Rezeptor, wodurch die entzündungshemmende Wirkung ergänzt wird (Li et al. 2013)

Cannabinoide, einschließlich CBD, sind potente Radikalfänger und haben zellschützende Eigenschaften

CBD verhindert Tumorzellen zu wachsen und sorgt auch für einen Rückgang der Metastasen (ANTICANCER RESEARCH 38: 5831-5835 (2018)

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